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Die Malerei von Milan Mihajlovic ist stilistisch sehr vielfältig, von gestisch expressiv, über geometrisch abstrakt, bis zu erzählerisch figurativ. Was diese unterschiedlichen Ausdrucksweisen zusammenhält ist die Begeisterung für die Ästhetik im Alltäglichen und die abenteuerliche Lust, diese äußeren Eindrücke über einen intensiven Gestaltungsprozess in einem souveränen Bildgefüge zu fassen.

In dem Zyklus „Mauern von Sarajevo“ hat er Eindrücke aus seiner kriegszerstörten Heimat verarbeitet. Auf den vom Krieg malträtierten Häuserwänden fand er Notizen, Hinweise auf den Verbleib einzelner Personen, tagesaktuelle Nachrichten und Fußballergebnisse – Notate zwischen erbittertem Überlebenskampf und Sehnsucht nach einer friedlichen Normalität.

Für eine Ausstellung in Bremen mit Bezügen zu Paula Modersohn-Becker setzte er sich mit den Bildern der kunsthistorischen Kollegin auseinander. Es entstand eine Bilderfolge, die ihre Bildsprache, die radikale Brechung mit dem akademisch aufgebauten Bildraum und ihre Farbwahl von mystischer Dunkelheit, gepaart mit funkelnden Licht- und Farbtupfen in eine zeitgenössische Bildauffassung überträgt.

Für andere Arbeiten sind kleine Bleistiftzeichnungen oder spontan auf die Leinwand gesetzte Farbereignisse der Ausgangspunkt. In ihrer Ausformulierung, einem Prozess, der zwischen selbstvergessenem Tun, reflektierender Bildbetrachtung und zielgerichteter Weiterentwicklung changiert, werden sie zu einer Selbstvergewisserung der eigenen Bilder und dem ästhetischen Detail zwischen all den Bildern, die uns tagtäglich umfluten.

Mit Vehemenz setzt der Münchner Maler in jedem seiner Werke auf ein tiefes Vertrauen, dass es sich lohnt, die Schönheit des Alltäglichen nicht aus dem Blick zu verlieren, auch wenn sie bisweilen nur in einem Fragment zu entdecken ist. Dass die äußeren Bezugspunkte und Ausformulierungen dieser Bilderwelt so vielfältig sind, stimmt hoffnungsvoll und sie in ihren Tiefen zu erkunden ist so lustvoll abenteuerlich wie ihr Entstehungsprozess.


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